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Biotoppflege

Regenrückhaltebecken Rodderfeld

Hierbei handelt es sich um das älteste Großprojekt des Vereins. Zunächst ein steriles Regenrückhaltebecken, ist das umzäunte Areal in der Nähe der Justizvollzugsanstalt seit 1979 durch zahlreiche Maßnahmen der Vogelfreunde in Zusammenarbeit mit der Stadt Rheinbach mittlerweile zu einem sehr wertvollen Refugium für viele Pflanzen- und Tierarten geworden. Verschiedene Teiche wurden angelegt, über die Regulierung des Zulaufes kann der Wasserspiegel in verschiedenen Zonen des Gebietes verändert werden. Das Biotop weist inzwischen eine große ökologische Vielfalt auf. Von besonderer ökologischer Bedeutung sind die unterschiedlich gestalteten Lebensraumtypen des Gebietes, wo neben verschiedenen Grasmückenarten auch die Teichralle brütet. Weitere Vogelarten sind der Zilpzalp, die Bachstelze, aber auch Grünfinken, Hänflinge und Stieglitze. Ebenfalls konnte bereits ein Eisvogel beobachtet werden, für den im Frühjahr 2001 eine Brutröhre im westlichen Hangbereich eingebaut wurde. Von großer Bedeutung ist das Gebiet auch für Insekten, allen voran Schmetterlinge und Libellen. Je nach Bedarf werden in einer Gemeinschaftaktion einige Abschnitte, in denen der Bewuchs durch Weiden und andere Gehölze zu dicht geworden war, freigeschnitten, um der Tier- und Pflanzenwelt wieder ein Mosaik aus dichter und lockerer bestandenen Bereichen zur Verfügung zu stellen. Meist im Juli erfolgt die Wiesenmahd, damit die Grasfläche nicht zu stark verfilzt.

 

Wildkrautacker Dünstekoven

Im Herbst 1997 wurde das Projekt zur Förderung der Anlage eines Wildkrautackers in Angriff genommen. Der Verein betreut dieses 0,7 ha große Ackerstück, das sich zwischen den Orten Ollheim und Dünstekoven in der Gemeinde Swisttal befindet. Finanziert wurde das Projekt von der Sparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis, die 3 Jahre lang für die Pacht des Grundstückes aufkam. Bei diesem Projekt ging es darum, Ackerwildkräuter auszusäen und deren Samen zu ernten, die im Rhein-Sieg-Kreis selten geworden sind.
Unterstützt wurden wir hierbei von der Unteren Landschaftsbehörde in Siegburg, die die zu säenden Pflanzenarten aufgrund der Bodenbeschaffenheit bestimmten und auch das erste Saatgut stellten. Das Saatgut von 16 verschiedenen Ackerwildkräutern konnte sichergestellt werden. Während der Dauer des Projektes wurden ca. 26 kg Saatgut geerntet. Ein Teil dieses Saatgutes wurde zur Bestellung des eigenen Ackers wieder verwendet, der Rest liegt für andere Projekte bereit.
Das Projekt zwischen Ollheim und Dünstekoven war so erfolgreich, dass der Acker nach Ablauf der Pachtzeit von der Unteren Landschaftsbehörde übernommen wurde für die Weiterführung des Projektes in eigener Regie.
Durch die freundliche Unterstützung der Sparkassenstiftung für den Rhein-Sieg-Kreis besitzt der Verein seit Mai 2001 zwischen Dünstekoven und dem Gut Vershoven ein 1280 m2 großes Stück Ackerland. Dieses soll dem Erhalt der Ackerwildkäuter dienen.
An der westlichen Grundstücksseite wurde ein Gehölzstreifen mit verschiedenen Bäumen und Sträuchern angelegt. Gepflanzt wurden Linde, Feldahorn, Buche, Birke, Haselnuß, Liguster, Holunder, Sanddorn und verschieden Wildrosensorten. Dieser Gehölzstreifen soll die starken Westwinde brechen und Schutz bieten für Hasen, Fasanen, Wachteln und Rebhühner. 
Durch die Abgabe weniger Samenkörner der Unteren Landschaftsbehörde (Dr. Lopata) konnten wir die Anzahl der Pflanzenarten von 14 auf 27 Arten erweitern. 

Nachfolgend ein Link zu vielen Fotos von Hernn Dr. Lopata:
http://www.panoramio.com/user/989574/tags/Ackerwildkr%C3%A4uter

 

Feldholzinsel Ollheim

Neugeschaffenes Biotop in Swisttal

Pflanzmaßnahmen am neugeschaffenen Biotop in Swisttal wurden in Zusammenarbeit mit dem Verein und dem Sozialamt der Gemeinde Swisttal erfolgreich durchgeführt.
Im Jahre 2000 erwarb die Gemeinde Swisttal am östlichen Ende der ehemaligen Rollbahn zwischen Swisttal - Ollheim und Swisttal - Straßfeld einen Grünstreifen, der zukünftig als Biotop für die heimische Pflanzen- und Tierwelt dienen soll.
Zum Zwecke des Natur- und Artenschutzes von Fauna und Flora wurde eine artgerechte Bepflanzung mit Bäumen und Sträuchern vorgenommen, so dass hier in Zukunft sowohl heimische Wildtiere und Raubvögel sowie selten gewordene Pflanzenarten beheimatet werden können. Die gesamte Maßnahme wurde in Absprache und enger Zusammenarbeit mit dem Verein vorgenommen, der auch die Betreuung und Pflege dieses Biotops übernommen hat.
Im April 2002 wurde auf Initiative des Vereins eine teilweise Neubepflanzung dieser Freifläche vorgenommen, da einige Setzlinge abgestorben waren sowie weitere Pflanzenarten angesiedelt werden sollten.
Die Setzlinge wurden vom Verein gespendet. Zur Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für junge Menschen, die keine Arbeit finden können, ermöglichte es das Sozialamt der Gemeinde, dass junge Sozialhilfeempfänger im Rahmen der gemeinnützigen, zusätzlichen Arbeit die Neuanpflanzungen vornehmen konnten.
Durch diese Maßnahmen will das Sozialamt der Gemeinde Swisttal langfristig erreichen, das die Chancen der Betroffenen für eine Wiedereingliederung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht bzw. verbessert werden.
Diese Arbeitsmöglichkeiten bieten darüber hinaus für viele Hilfeempfänger eine zusätzliche Chance der beruflichen Weiterbildung, um den gestiegenen Anforderungen der Arbeitswelt gerecht zu werden.
Unter der sachkundigen Anleitung von Matthias Simon konnten die jungen Sozialhilfeempfänger den sachgerechten Umgang mit den Jungpflanzen lernen und wichtige Tipps und Ratschläge für eine umweltgerechte Bepflanzung und Pflege von Grünflächen erhalten. Sozialamtsleiter Armin Wallraff und Matthias Simon zeigten sich erfreut über den Erfolg ihrer Maßnahme.

weitere Informationen zur Feldholzinsel

 

Streuobstwiese Ollheim

Gemeinsam mit Mitgliedern der Kreisbauernschaft Bonn, mit der sich der Verein im Rahmen der "Rheinbacher Vereinbarung" um die Zusammenarbeit im Naturschutz kümmern, sowie mit dem Verein der Karpfenfreunde und dem Bürgerverein Ollheim wurden im Jahr 1997 zehn hochstämmige Obstbäume verschiedener Obstarten und eine 120 Meter lange, mehrreihige Hecke aus verschiedenen heimischen Straucharten gepflanzt. Die Finanzierung des Pflanzmaterials erfolgte u.a. durch von der Gemeinde Swisttal zur Verfügung gestellte Mittel. Bereits ein Jahr später konnte der erste Erfolg gemeldet werden: Es brütete dort ein Rebhuhnpaar und es konnten 13 Jungvögel gezählt werden. 1999 wurden in der benachbarten Obstwiese zwei Steinkauzröhren angebracht in der Hoffnung, dass sich mit dem Steinkauz eine stark gefährdete und für Streuobstwiesen kennzeichnende Vogelart einstellen wird. Einmal jährlich wird die Wiese gemäht und das Gras abgefahren; ein Mulchen auf der Fläche ist nicht angestrebt, sodaß sich die Streuobstwiese weitgehend unbeeinflußt entwickeln kann. Kräuter und Gräser sollen jeweils zum Blühen und Fruchten kommen, damit ein weitgehend naturnaher Zustand erreicht wird. Notwendige Schnittmaßnahmen (Obstbäume, Heckensträucher) werden bei Bedarf jeweils im Winterhalbjahr durchgeführt.

Publiziert am: Mittwoch, 04. April 2007 (10500 mal gelesen)
Copyright © by Naturschutzverein Rheinbach-Voreifel e.V.

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