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Vereinsarbeit

 

 

Exkursionen:
Juni 2007
Zu einer außerplanmäßigen Exkursion lud am 17.06.07 Hans Hilger in die Kiesgrube Flerzheim/Lüftelberg ein. Sechzehn Personen waren diesem Aufruf gefolgt und trafen sich zu einer dreistündigen Exkursion durch zahlreiche Habitate innerhalb des Kiesgrubengeländes.
Die Exkursion hatte noch nicht begonnen, als die ersten Teilnehmer bereits eine Rohrweihe beim Nestbau durch Ihr Fernglas beobach­teten. Immer wieder flog die Rohrweihe mit reichlich Nistmaterial Ihr verstecktes Nest inmitten der Kiesgrube an.
Herr Hilger nahm dies zum Anlass, sogleich umfassend über die Ent­wicklung des Rohrweihenbestandes und die Besonderheiten des Standortes zu informieren. So wurde die Rohrweihe bereits einige Jahre innerhalb des Kiesgrubengeländes beobachtet, aber in diesem Jahr zum ersten Mal brütend. Gleich am ersten Standort wies Herr Hilger auf die Problematik des Naturschutzes am Standort der Kiesgrube hin: So steht ein Teil des Gebietes unter Naturschutz, wird aber zugleich wirtschaftlich durch die Kiesgrubenbetreiber genutzt. Alleine aus Unwissenheit des Personals kommt es immer wieder zu schwierigen bzw. ungewollten Situationen im Rahmen des Natur­schutzes. Herr Hilger schlug deshalb vor, einen runden Tisch aus Jägerschaft und den beteiligten Naturschutz­or­gani­sationen einzube­rufen, um ein Konzept für den langfristigen Erhalt besonders schützens­­werter Biotopflächen innerhalb des Kies­gruben­­ge­ländes zu entwerfen.
Auf dem Weg zum nächsten Exkursionsstandort vernahmen die Teilnehmer zunächst den Gesang des Gelbspötters im Unterholz des Kiesgrubengeländes. Dann ging es für einige Teil­nehmer direkt in die Ufer­böschung zu einem Versteck von jungen Wechselkröten, die das feuchtkühle Mikroklima unter einer alten Plane schätzten. Auf einem Pfahl im Kiesgrubengelände war zudem ein Schwarz­kehlchen durch das Fernglas zu beobachten. Insgesamt gibt es min­destens drei brütende Schwarz­kehlchen­paare im Kies­gruben­gelände, wie Herr Hilger zu be­richten wies.
Vorbei ging es an einer Wiese mit vielen Malven, Königs­kerzen und Margariten. Leider konnten fast keine Schmetterlinge angetroffen werden. Sonne und Wärme war reichlich vor­han­den, aber der starke Wind führte dazu, dass nur wenige Schmetterlinge am Exkursionstag die Wiese be­suchten. Aus botanischer Sicht ein kleines Highlight war sicher­lich auch der mehrfache Nachweis des vom Aussterben bedrohten Acker­filzkrautes direkt am Wegesrand.
Am nächsten Standort, einem weiteren Ausschach­tungs­­areal, erfuhren die Teilnehmer viel über die Zukunftspläne der Kiesgrubenbetreiber, über Rena­turierung und zukünftige Schutzmaßnahmen. In den Blickpunkt der Ferngläser und Spektive rückte eine größere Kolonie Uferschwalben­.
Bei Ankunft am nächsten Stand­ort flog zunächst ein Bienenfresser direkt über die Köpfe der Teilnehmer. Herr Hilger zeigte aus einiger Ent­fernung auf die Höhlen des Bienenfressers, die aber dank zahl­reicher Ferngläser und Spektive gut auszu­machen waren. In diesem Jahr sind zwei bis drei Bienenfresserpaare anwesend, die pro Paar bis zu drei Höhlen in die Böschungen des Kaolin­tons graben.
Die Röhren sind 80-90cm lang und enden in einer ca. 20-30cm breiten Brutkammer. Um dem Bienen­fresser überhaupt einen geeigneten Brut­standort zu schaffen, wurden einige Flächen des Kaolintons vor Beginn des Nestbaus begradigt. Derzeit sind sechs Höhlen des brütenden Bienen­fressers vor­handen. Auf einer Schwemm­landfläche suchte ein Flussregen­pfeifer nach Nahrung im seichten Was­ser. Am gleichen Standort flogen vier Grau­reiher über das Kiesgruben­ge­lände.
Direkt angrenzend fanden die Exkursionsteil­nehmer ein besonders sehens- und schützens­wertes Habitat vor. Hier sind in den Abendstunden junge Uhus zu beobachten, die diesen Kies­gruben­bereich für erste Flugübungen nutzen. Am gleichen Standort brüten auch Nil- und Grau­gänse, Drossel­rohrsänger und Rohrammer. Zu sehen bekamen die Teilnehmer neben Teichhuhn auch Blässhuhn und Zwergtaucher jeweils mit Nachwuchs.

 

                                                                                                                            
Exkursionen:
April 2007
Unter Leitung von Dr. Helmut Gaßmann lauschten am 24.04.07 bei der ersten diesjährigen vogelkundlichen Abendwanderung mehr als 15 Exkursionsteilnehmer den Rufen und Melodien zahlreicher Vögel im Rheinbacher Stadtpark. Ausgerüstet mit Fernglas, Foto- und Videokamera konnten viele Vogelarten auch optisch erfasst und bestimmt werden. Herr Dr. Gaßmann unterrichtete die Teilnehmer an den verschiedenen Exkursionsstandorten über die Bestimmung der Vögel anhand ihres Gesanges und wies auch auf regionale Unterschiede im Gesangsverhalten verschiedener Vogelarten hin. Zusätzlich erhielten die Teilnehmer viele Informationen über Vorkommen und Brutverhalten der beobachteten Vogelarten.
Zu den Sichtungen im Rahmen dieser Exkursion gehörten unter anderem Buntspecht, Wacholderdrossel, Kleiber, Zilpzalp, Ringeltaube, Buchfink, Zaunkönig, Schwanzmeise, Rotkehlchen, Sommergoldhähnchen und Mönchsgrasmücke. In einer verlassenen Spechthöhle brütete ein Star, dessen Jungvögel bereits lautstark auf Ihren unstillbaren Appetit hinwiesen. Herr Dr. Gaßmann wies darauf hin, dass brütende Vögel den Gesang oftmals einstellen, um ihren Neststandort nicht zu verraten. Das hat zur Folge, dass mancher Vogel nur mittels Fernglas bestimmt werden konnte.
Aufgrund der ungewöhnlich milden Temperaturen im April mit wochenlanger Trockenheit und Temperaturen von bis zu 30° Celsius haben viele Vogelarten bereits früher als in den vergangenen Jahren mit der Aufzucht Ihrer Jungen begonnen. So konnte man während der Exkursion immer wieder Vögel beobachten, die mit Ihren lautstarken Rufen von Ihren Nestern ablenken wollten.
Nebenbei erfuhr der Exkursionsteilnehmer auch noch einiges über die Flora des Rheinbacher Stadtparks.

 

Amphibienschutz:
März/April 2007
Auch in 2007 mussten wieder temporär Schutzzäune an Gut Waldau in Rheinbach und an der Schmalen Allee in Witterschlick aufgestellt werden. Die Installation dringend benötigter Amphibientunnel an Gut Waldau verzögert sich ein weiteres Mal, sodass auch in diesem jahr das tägliche Einsammeln der Kröten und Frösche notwenig wurde. Anfang April konnten bereits mehr als 4000 Amphibien gerettet werden.

 



Biotopschutz:
März 2007
Ende März fanden Schnittmaßnahmen un eine generelle Säuberung im Rodderfeld statt. Die umliegenden Flächen um das Biotop mit mehreren Teichen und kleinen Seen wuchsen langsam zu, sodass geeignete Gegenmaßnahmen ergriffen werden mussten. Leider waren zum Zeitpunkt der Schnittmaßnahme auch zwei der Teiche aufgrund einer unterbochenen Wasserzuleitung nahezu trockengefallen. Entsprechende Gespräche mit den Betreibern der Anlage müssen umgehend geführt werden.
Der Termin wurde auch genutzt, um weitere Nisthöhlen im Rodderfeld aufzuhängen.
Während der Säuberungsaktion konnten Schüsse aus dem nahen Umfeld vernommen werden. Mit Hilfe eines Radfahrers, der die Verursacher beim Hantieren mit einem Luftgewehr beobachtet hatte, waren die Verursacher schnell ermittelt.

 

 

 





Vogelschutz:
März 2007
Wie schon die Jahre zuvor berieten Frau Udelhoven und Frau Siebenhandl auch in diesem Jahr wieder einen ganzen Tag lang Kunden im Sängerhof bezüglich Nistkastenauswahl für den Garten. Durch fachkundige Gespräche, Informationsmaterialien und die große Infotafel des Vereins konnten viele Kunden auf die vielfältige Arbeit des Vereins hingewiesen werden. Nebenbei wurden auch zahlreiche Nistkästen verkauft.

 

 

 

 





Vorträge:
Februar 2007
"Grizzlys in Alaska" hieß der Vortrag von Andreas Kieling, der den Ratssaal des Glasmuseums am 08.02.07 bis auf den letzten Platz füllte. Der auch als "Bärenmann" bekannte Naturfilmer berichtete zunächst von seinen Exkursionen in die Wildniss Alaska's und beantwortete die vielen Fragen der Zuschauer. Dabei sprach er immer wieder die Schwierigkeiten des Naturfilmens an. Auch das Berufsbild des Naturfilmers im allgemeinen wurde beleuchtet.
Im Anschluss an die Fragerunde zeigte Kieling einen seiner vielen Naturfilme, zur Überraschung der Anwesenden aber ohne Ton. Den Kommentar bekam der Zuhörer live durch Herrn Kieling präsentiert, wodurch der Filmvortrag eine besondere Note erhielt.

 

 

 

 

 

Publiziert am: Montag, 02. April 2007 (9381 mal gelesen)
Copyright © by Naturschutzverein Rheinbach-Voreifel e.V.

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